Schutz vor Bodenerosion im eigenen Garten

Der Abtrag der Bodenschicht durch Niederschlag und Wind ist Bodenerosion und Bodenzerstörung. Unter diesem Gesichtspunkt bedürfen auch schräge Gärten besonderer Aufmerksamkeit, was kann man dagegen tun?


Bodenerosion kann nicht nur bei starken Regenfällen auftreten, sondern auch, wenn die Bodenbearbeitung nicht geeignet ist. In solchen Fällen wird die Nutzpflanzenschicht weggeschwemmt und der Nährstoff- und Humusgehalt des Bodens nimmt ab.

Je größer die Neigung des Geländes, desto größer die Bodenerosion. Die Steilheit der Hänge wird meist in % angegeben, der Wert ist das Hundertfache des Verhältnisses von Hanghöhe und Hangfuß. Bei Hängen über 12 % ist mit erheblicher Erosion zu rechnen. Die ungünstigste Wirkung haben senkrecht auf die Bodenoberfläche fallende Wassertropfen. Die Regentropfen fallen fast senkrecht auf die Bodenoberfläche, wo die Windrichtung und die Exposition des Hangs gleich sind, so dass hier die Erosion durch den Aufprall der Regentropfen am stärksten ist. Der abgetragene Boden, wie bei einem an der Mündung eines Flusses gebildeten Flussdelta, lagert sich mit abnehmender Fördergeschwindigkeit am Fuß des Hanges ab, hier kommt es zur Verschlammung, und die Pflanzen können von dem abgelagerten Boden bedeckt werden.



Erodierte Oberflächen zu reparieren ist fast aussichtslos. Stattdessen sollte der Fokus auf Prävention liegen.

Trockene, sandige Böden mit geringem Gehalt an organischer Substanz sind am anfälligsten für Erosion. Je lockerer der Boden, desto größer die Erosionsgefahr. Die Bodenstruktur kann durch Düngen oder Hinzufügen von Kompost verbessert werden. In einigen Fällen kann ein kompletter Bodenaustausch erforderlich sein, aber dies ist ein sehr teures Hobby.


Anstatt den Boden zu ersetzen, besteht ein wirksamer Schutz darin, den Boden mit Pflanzen zu bedecken. Einer der Nachteile der „nackten Erdoberfläche“ ist, dass sie erodieren kann. Die beste Lösung für die Pflanzenabdeckung ist die Fruchtfolge, das Wintermulchen, das Abdecken der Zwischenreihen, das Pflanzen von Zwischenpflanzen und das Begrünen der Zwischenreihen. Pflanzen reduzieren die Niederschlagskraft, die auf den Boden fällt, und erhöhen den Widerstand des Bodens. Die Erosion wird auch durch Bäume oder Hecken reduziert, die Niederschläge auffangen. Und das unter den Hecken zurückgelassene Schnittgut verstärkt diesen Effekt zusätzlich.



Auch die Bodenstruktur kann durch die Bodenbearbeitung zerstört werden, was ebenfalls die Geschwindigkeit der Bodenerosion erhöht. Als Schutz in einem Hausgarten kann die sogenannte Mindestbodenbearbeitung eingesetzt werden. Anstatt zu hacken, werden Unkräuter durch Bodendecker unterdrückt. Auch das bodenumwälzende Graben sollte bei Böden mit lockerer Struktur minimiert oder sogar unterlassen werden.


Die Terrassierung von Hanglagen bietet einen guten Schutz vor Erosion. Der Einsatz wird ab einem Neigungswinkel von 20-25 % empfohlen. Die Terrasse ist eigentlich eine künstliche Geländestufe, sie reduziert den Wasserabfluss und verbessert die Wasserrückhaltung. Terrassen bedürfen einer sorgfältigen Pflege! Der Terrassenanbau wird im Mittelmeerraum gerne auf Oliven- und Weinplantagen eingesetzt.





Wenn die Neigung weniger steil ist, ist eine Böschung die kostengünstigste Lösung, aber hier sind Bodendeckerpflanzen erforderlich. Die Böschung teilt den Raum nicht, die Bereiche gehen ineinander über. Sie hat hat ein günstiges Verhältnis, wenn der Höhenunterschied von einem Meter auf einer Länge von vier oder drei Metern überbrückt werden kann. Die Böschung wird oft von einer Stützmauer gestützt und mit Geotextil bedeckt, in das weitläufige Pflanzen gepflanzt werden. Die Böschung kann begrünt oder ein Steingarten darauf angelegt werden.




In steileren Bereichen empfiehlt es sich, eine Terrasse mit einer Stützmauer zu bauen, die eine höhere Bodenhaltekapazität hat. Stützmauerterrassen bestehen aus mehreren nahezu horizontalen Leisten, die entlang der Höhenlinien in angemessener Höhe voneinander gebaut und normalerweise von Steinmauern getragen werden. Dies ist die beste Raumnutzung. Beim Bau von Stützmauern müssen die Menge und Beschaffenheit des zurückzuhaltenden Erdreichs, die Höhe der Stützmauer und die Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden.