KLAR! ökoEnergieland geht in die Verlängerung
Gute Nachrichten für das ökoEnergieland: Die KLAR! Klimawandel-Anpassungsmodellregion ökoEnergieland wird für weitere drei Jahre fortgeführt. Mit 1. Oktober 2026 startet die neue Projektphase „Weiterführung II“, an der insgesamt 17 Gemeinden aus dem Südburgenland teilnehmen.
Der heiße und trockene Sommer 2026 hat einmal mehr deutlich gemacht, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch in unserer Region unmittelbar spürbar sind. Längere Hitze- und Trockenperioden belasten die Bevölkerung ebenso wie Wälder, Landwirtschaft und Gärten. Gleichzeitig stellen Veränderungen im Wasserhaushalt sowie zunehmende Extremwetterereignisse die Gemeinden vor neue Herausforderungen.
Klimawandelanpassung bedeutet, sich frühzeitig auf diese Veränderungen einzustellen und geeignete Maßnahmen zu setzen, damit unsere Region auch unter veränderten klimatischen Bedingungen lebenswert bleibt. Genau hier setzt die Arbeit der KLAR! ökoEnergieland an.
Bewusstseinsbildung und konkrete Maßnahmen
Eine wesentliche Kernaufgabe der KLAR! ist die Bewusstseinsbildung. Durch Informationsveranstaltungen, Workshops, Beratungen, Schulprojekte, Exkursionen, Informationskampagnen und anschauliche Best-Practice-Beispiele soll Wissen über die Folgen des Klimawandels vermittelt werden. Gleichzeitig wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten Gemeinden, Betriebe, Bildungseinrichtungen und jede:r Einzelne haben, um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.
Neben der Wissensvermittlung steht auch in der neuen Projektphase die praktische Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen im Vordergrund. Bewährte Aktivitäten werden weitergeführt und durch neue Schwerpunkte ergänzt.
In den kommenden drei Jahren konzentriert sich die KLAR! ökoEnergieland auf acht Maßnahmenbereiche:
Klimafitter Wald
Klimafitte Landwirtschaft
Klimafitte Lebensräume und öffentliche Plätze
Wasser im Wandel – sichern und sparen
Klimafitte Mobilitätsinfrastruktur
Streuobstwiesen
Gärten als Trittsteinbiotope
Klimafitter Tourismus
Damit werden unterschiedliche Bereiche des täglichen Lebens ebenso angesprochen wie Land- und Forstwirtschaft, Biodiversität, Wasserhaushalt, öffentliche Infrastruktur und Tourismus. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf praxisnahen Lösungen, Demonstrationsmaßnahmen und der regionalen Vernetzung.
17 Gemeinden machen mit
An der KLAR! Weiterführung II beteiligen sich die Gemeinden Badersdorf, Bildein, Deutsch Schützen-Eisenberg, Eberau, Gerersdorf-Sulz, Großmürbisch, Güssing, Güttenbach, Heiligenbrunn, Heiligenkreuz im Lafnitztal, Inzenhof, Kleinmürbisch, Kohfidisch, Moschendorf, Neuberg im Burgenland, Neustift bei Güssing und Strem.
Die dreijährige Weiterführung wird durch Bundesmittel unterstützt. Die teilnehmenden Gemeinden tragen mit einer 25-prozentigen Kofinanzierung wesentlich zur Umsetzung des Programms bei.
Mit der Weiterführung der KLAR! können bestehende Aktivitäten fortgesetzt, erfolgreiche Ansätze weiterentwickelt und neue Projekte gemeinsam mit Gemeinden und regionalen Partner:innen umgesetzt werden. Ziel bleibt, die Widerstandsfähigkeit des ökoEnergielandes gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken und die Region langfristig lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten.


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