Mobilität steht für die Beweglichkeit von Mensch, Tier oder Maschine. Mobil zu sein ist ein Muss in modernen Gesellschaften. Doch die Mobilität von heute ist teuer erkauft: Umweltbelastungen, Klimaerwärmung, Verkehrsinfarkt, Lärm, Schmutz, Unfälle. Das Auto ist für die meisten nicht mehr Statussymbol, sondern nur noch notwendiges Übel und vor allem Jüngere können sich inzwischen ein Leben ohne Auto vorstellen. Wie aber werden wir uns künftig fortbewegen und wie hat sich die Mobilität im Lauf der Jahre verändert?

Unser täglicher Weg

Die Zahl der Wege, die wir täglich zurücklegen, ist seit Jahrzehnten relativ konstant bei ca. drei Wegen pro Person und Tag. Die durchschnittliche Weglänge ist jedoch seit den 1950er Jahren um ca. 30 Kilometer gestiegen. Damit steigt auch der Energieverbrauch pro Weg. Geht man zu Fuß empfehlen Gesundheitsprogramme ca. 10.000 Schritte am Tag zu machen. Dabei bietet es sich unter der Woche an, verschiedene Alltagswege zu Fuß zu bewältigen.

 

 

Unser Mobilitätsverhalten

Wie kommst du von deinem Haus zur Schule? Besuchst du deine Freunde mit dem Rad oder bringen dich deine Eltern mit dem Auto? Fliegst du mit deiner Familie in den Urlaub oder fahrt ihr mit der Bahn? Mobil sein zu können, sich von einem Ort zu einem anderen bewegen zu können, ist für uns selbstverständlich. Die Art, wie und wie oft wir einen Weg zurücklegen, wird als Mobilitätsverhalten bezeichnet. In vielen Fällen können wir entscheiden, ob wir zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Bus oder dem Auto fahren. 

 

Die Entwicklung der Mobilität

Das Mobilitätsverhalten des Menschen hat die Welt entscheidend verändert. Und jede Erfindung, die die Fortbewegung veränderte, hat die Epochen der Menschheitsgeschichte mitbestimmt. Am Anfang der technischen Entwicklung von Fahrzeugen standen das Rad und der Ersatz menschlicher Muskelkraft durch Zugtiere. Es wurden immer mehr und immer wieder neue Fahrzeuge entwickelt, damit Waren und Menschen schneller und über größere Entfernungen hinweg transportiert werden konnten. So wuchs der Verkehr auf der Straße, in der Luft und zu Wasser.

 

 

Der zunehmende Verkehr in Österreich

1950 gab es in Österreich ungefähr 100.000 Personenkraftwagen, heute gibt es 4,2 Millionen. 1955 flogen ca. 65.000 Menschen aus Österreich mit dem Flugzeug weg, 2007 waren es schon 11,8 Millionen. Wenn viele Menschen mit Autos fahren, Flugzeugen fliegen, und viele Güter mit Lastkraftwagen, Flugzeugen oder auf der Schiene transportiert werden, ergeben sich mehrere Umweltprobleme. Verkehrswege zerschneiden Landschaften und Lebensräume von Tieren sowie Menschen. Die mit Verbrennungs- oder Elektromotoren angetriebenen Verkehrsmittel verbrauchen Energie, verbrennen Treibstoffe und verursachen Abgase und CO2. Verkehrsunfälle verlangen Jahr für Jahr Opfer an Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen. Viel Verkehr verursacht Lärm, der belästigt und krank macht.

 

 

Literatur

Klimabündnis Österreich (2018): Klima, was ist das? Unterrichtsmaterialien für PädagogInnen (2.-5. Schulstufe)

http://umweltchecker.at/mobilitaet.html

Textpassagen gestaltet durch die 3. Klasse NMS Kohfidisch