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Fernwärme Güssing
Fernwärme Güssing
Um die Kohlendioxid-Emission drastisch zu verringern, wurde in der Klimabündnisgemeinde Güssing 1996 das Biomasse-Fernheizwerk eröffnet - damals die größte Anlage in Österreich...

Im Fernheizwerk Güssing wird Waldhackgut und Sägerestholz aus den beiden Güssinger Parkettwerken verbrannt. Die Materialzufuhr pro Jahr beträgt ca. 3500 bis 4000 Tonnen Restholz. Durch die kontrollierte Verbrennung von Biomasse mit Abgasreinigung weist das Biomasse-Fernheizwerk Güssing gegenüber einer Vielzahl von bestehenden Einzelheizanlagen nur einen Bruch- teil des Ausstoßes an Emissionen auf.
Von nur einer Heizzentrale aus werden die angeschlossenen Objekte wie Einfamilienhäuser, Betriebe, Schulen usw. mit Wärme versogt. Durch das Verbrennen von Biomasse wird Wasser im Heizkessel der Zentrale erwärmt, das danach durch gut isolierte Leitungen zum Abnehmer gelangt. Über Wärmetauscher wird die benötigte Wärme in das Hauszentralheizungssystem übernommen. Das abgekühlte Wasser gelangt über Rücklaufleitungen wieder zurück zum Heizwerk. Vom Biomasse-Fernheizwerk aus werden Wärmeerzeugung, Verteilung, Abgabe und Verbrauch elektronisch geregelt und überwacht. Die ausgereifte Technik sorgt für optimalen Heizbetrieb, minimiert Personalaufwand und hilft Kosten sparen. Neben vielen Vorteilen für die Abnehmer erfüllt das Biomasse-Fernheizwerk Güssing eine große Vorbildwirkung für die gesamte Region.

Betreiber:

GÜSSINGER FERNWÄRME Ges.m.b.H.
Planung: TB Ing. Reinhard KOCH
Baubeginn: 1996
Inbetriebnahme: September 1997
Anzahl der Abnehmer: 365 Kleinabnehmer, 49 Großabhnehmer
Trassenlänge: ca. 35km
Kesselleistung: 15.500 kW
Wärmeverkauf: 45.500 MWh/a

Die Anlage kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
>>weitere Infos zur Fernwärme Güssing

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